Zum Hauptinhalt springen

Elvira Ignatia Baronesse von Barth von und zu Harmating

Persönliche Daten

Name: Baronesse von Barth von und zu Harmating
Varianten: Freifräulein v. Barth (-Harmating) Freiin v. Barth (-Harmating)
Vorname:Elvira Ignatia
Religion bei Geburt: katholisch
Geburtstag: 21.08.1854
Im Münchner Meldebogen des Vaters ist der 26. August als Geburtsdatum der Tochter Elvira angegeben. Im Taufbuch der Pfarrei in Traunstein ist jedoch der 21. August als Geburtsdatum genannt.
Geburtsort: Traunstein
Todestag: 20.06.1935
Sterbeort: Bad Reichenhall
Ausbildung
Beruf/Erwerb:

Zeichenlehrerin, Leiterin einer privaten Obst- und Gartenbauschule für Frauen
WS 1878 - SS 1881 Ausbildung als Zeichenlehrerin an der Kgl. Kunstgewerbeschule München
1896 - 1901 Leiterin einer Obst- und Gartenbauschule in Schneckengrün bei Plauen in Sachsen
1901 - 1903 Inhaberin eines Champignonzucht-Unternehmens in Schneckengrün bei Plauen in Sachsen

Staatsangehörigkeit bei Geburt: Königreich Bayern

Anzeige für Gartenbauschule Schneckengrün
Aus: Beiblatt der Fliegenden Blätter, 105. Band, Erstes Blatt vom 12.07.1896
Artikel zur Gartenbauschule in Schneckengruen
In: Die Gartenwelt. Illustriertes Wochenblatt für den gesamten Gartenbau. Jahrgang VII, 31. Januar 1903, No.18

Familie

Vater Ferdinand Kaspar Johann Nepomuk Freiherr von Barth von und zu Harmating Gutsbesitzer 1812 - 1889
Mutter Therese von Barth von und zu Harmating, geb. von Sigritz 1823 München - 1876 Traunstein
Bruder Hermann Johann Nepomuk Freiherr von Barth von und zu Harmating 1847 - 1877 Manila
Bruder Franz Xaver Freiherr von Barth von und zu Harmating Königl. Bayerischer Artilleriehauptmann 1848 - 1886 Neu-Ulm
Schwester Therese Maximiliane Maria Freiin von Barth von und zu Harmating, verh. Hirschberger 1849 - 1937

Familienstand

ledig

Mitgliedsjahre im Verein für Fraueninteressen
Diese Angaben stammen aus den alten „Mitglieder-Verzeichnissen“ (1896 bis 1916) des Vereins, bei den Personennamen wurde die jeweilige Original-Schreibweise – einschließlich der Tipp- und Lese- bzw. Hörfehler – übernommen. Fehlerhafte Adress-Angaben (z.B. Franz Josefstr. statt Franz Josephstr.) wurden korrigiert und der damals gültigen Schreibweise (im Adressbuch München) angepasst.

DetailsDetails 1894 bis 1901    
1894 bis 1895 Baronesse v. Barth Nachweis ihrer Mitgliedschaft im Brief Anita Augspurg an Hedwig Kettler vom 26. April 1994. Sie wird hier als Vorstandsmitglied der "Gesellschaft zur Förderung geistiger Interessen der Frau" genannt.
1895 bis 1896 Freifräulein von Barth Heßstr. 34 / III links Sie wohnte dort zusammen mit den Schwestern Sophie und Klara Hartmann
1896 Freifräulein Elvira von Barth Heßstr. 34 / III links  
1897 Baronesse von Barth "auf Schneckengrün bei Plauen i. Voigtland" lt. Mitgliedsverzeichnis v. 1897 gemeinsam mit Vereinsmitglied Sophie Hartmann
1898 bis 1899 Baronesse Barth "Schneckengrün bei Plauen", lt. Mitgliedsverz. v. 1898 und 1899
1900 bis 1901 Freiin Elvira von Barth "Schneckengrün bei Plauen", lt. Mitgliedsverz. von 1900 und 1901
Mitgliedsverzeichnis von 1902 fehlt.

Vereinsämter

1894 2. Cassiererin Laut Angaben im Brief von Anita Augspurg an Hedwig Kettler vom 26.04.1894
1896bis 1897 stellvertretende Vorsitzende

Ämter und Mitgliedschaften in anderen Vereinen

1891-1895 Mitglied im Frauenverein Reform bzw. Verein Frauenbildungs-Reform
1891/92-1896/97 Ordentliches Mitglied des Künstlerinnen-Vereins München
ab 1891 Ordentliches Mitglied im Bayerischen Kunst-Gewerbe-Verein
1895 Mitglied im Verein zur Gründung eines Mädchen-Gymnasiums in München
1896 Gründungsmitglied Verein Frauenstudium Berlin
1898/99 - 1901/02 Außerordentliches Mitglied des Künstlerinnen-Vereins München


Erwähnung in Jahresberichten und andere Zitate

Erwähnungen von Elvira von Barth in den Jahresberichten

Sonstige Zitate über Elvira von Barth:
„An der Wende zum 20. Jahrhundert bestand (im Bereich des heutigen Häuselweges – Nr. 12-16) eine „Gartenbauschule für Mädchen“, von denen es im deutschen Gebiet nur wenige gab. Das vielleicht markanteste Gebäude im Ort – die Villa – war das Wohnhaus der Leiterin, der Baroness von Barth-Harmating.“  https://www.rosenbach.de/inhalte/rosenbach/_inhalt/gemeinde/ortsteile/schneckengruen/schneckengruen, zuletzt eingesehen am 25.03.2022

„Die vor einigen Jahren von Baronin Elvira von Barth in Schneckengrün errichtete Damen-Gartenbauschule konnte sich nicht halten und ging vor einiger Zeit wieder ein. Darauf versuchte es die hochadelige Dame mit einer Champignon-Zucht, doch auch diese rentierte sich nicht. Am 2. Januar wurde über dieselbe Konkurs verhängt.“
(Allgem. Deutsche Gärtner-Zeitung und Stellen-Anzeiger für Gärtner, hrsg. vom Hauptvorstand Allgem. Deutscher Gärtner-Verein, 13. Jg, Nr. 8 vom 21.2.1903, S. 60)

Schneckengrün bei Plauen i. V. Am 2. Januar wurde über das Vermögen der Champignonzüchterin Baronin Elvira von Barth in Schneckengrün das Konkursverfahren eröffnet. Sie ist ein Opfer weiblicher Emanzipationsbestrebungen, wie wir sie seit dem Entstehen gewisser Schulen für junge Damen öfters beobachten konnten. Dass die Bestrebungen junger Damen zur selbständigen Ausübung der Kunst- und Nutzgärtnerei durchaus verfehlte sind, wird jeder Fachmann, welcher die ganz aussergewöhnlichen Schwierigkeiten kennt, die dem Gärtner auf Schritt und Tritt begegnen, zugeben. Es beruht auf einer Unkenntnis der thatsächlichen Verhältnisse, wenn junge Damen ermuntert werden, den Beruf als Gärtnerin zu ergreifen und sich darin selbständig zu machen. Wir schliessen uns der in No. 50 vorigen Jahrganges des "Handelsgärtner" geäusserten Anschauung an, wonach die Ausbildung junger Damen auf Gartenbauschulen mehr auf Spielerei hinausläuft. Es heisst dort: "Treten die jungen Damen dann hinaus in das Leben, um ihre Kenntnisse zu verwerten, so werden neun Zehntel dieser auf Gartenbauschulen ausgebildeten Gärtnerinnen getäuscht werden." Baronin von Barth war eine Gartenschülerin der "Zahnärztin" Fräulein Castner und gründete schliesslich selbst eine Gartenschule für Damen."
(Die Gartenwelt. Illustriertes Wochenblatt für den gesamten Gartenbau vom 31.01.1903, S. 216)

„Vor wenigen Jahren begründete die Baronin EIvira von Barth in Schneckengrün nahe Zwickau eine Damen-Gartenbauschule, die jedoch nie zu einer rechten Entwicklung kam und bald wieder einging. Darauf wurden durch verschiedene Tagesblätter sehr schön gefärbte Berichte über eine von derselben Unternehmerin am gleichen Orte betriebene Champignonkultur verbreitet, doch ist auch dieses Unternehmen jetzt zusammengekracht und über dasselbe am 2. Januar der Konkurs verhängt worden.“

„Ueber das Vermögen der Baronin Elvira von Barth, Champignonzüchterin in Schneckengrün, ist am 2. Januar das Konkursverfahren eröffnet worden. Konkursverwalter ist der Rechtsanwalt Netcke in Plauen. Offener Arrest mit Anzeigepflicht bis zum 28. Januar 1903.“
(Möllers Deutsche Gärtner-Zeitung, 18. Jg. 1903, S. 45 u. 47)


Quellen und Literatur

Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser (1871); https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10917715/bsb:6544296?page=42, zuletzt eingesehen am 04.03.2021
Stadtarchiv München: PMB Ferdinand Kaspar Johann Nepomuk Freiherr von Barth von und zu Harmating
Schülerinnen-Verzeichnis, in: Jahresbericht über Beide Abteilungen der K. Kunstgewerbe-Schule zu München für das Schuljahr 1878/79, S. 42, online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11386845?page=42,43
Schülerinnen-Verzeichnis, in: Jahresbericht über Beide Abteilungen der K. Kunstgewerbe-Schule zu München für das Schuljahr 1879/80, S. 41, online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11566998?page=40,41
Schülerinnen-Verzeichnis, in: Jahresbericht über Beide Abteilungen der K. Kunstgewerbe-Schule zu München für das Schuljahr 1880/81, S. 43, online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11566999?page=42,43
Stadtarchiv Hannover Nachlass Ketteler Nr. 63: Bericht über die vierte General-Versammlung des Vereins Frauenbildungs-Reform, abgehalten in Wiesbaden, 5. - 7. Juni 1893, B. Mitgliederliste, S. 14
Stadtarchiv Hannover: Nachlass Kettler Nr. 347, Anita Augspurg an Hedwig Kettler am 26.04.1894
Adressbuch München (1893 bis 1896)
International Institute of Social History Amsterdam, Georg von Vollmar papers, Inv. Nr. 3156: Gesellschaft zur Förderung geistiger Interessen der Frau: Bericht über die zweite Generalversammlung (1896), Anhang, Mitgliederverzeichnis, online: https://hdl.handle.net/10622/ARCH01586.3156
Mitteilungen des Vereins zur Gründung eines Mädchen-Gymnasium in München, No.1, Juni 1895, S.4, online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11563330?page=8,9
Anzeige für Gartenbauschule in: Beiblatt der Fliegenden Blätter, 105. Band, Nr. 2659 (3), Erstes Blatt vom 12.07.1896, S.1, online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11795574?page=314,315
Sächsisches Staatsarchiv: Gartenbauschule Schneckengrün 1896 - 1898, Bestand 10736 Ministerium des Innern, Archiv lnv.Nr. 15813
Erklärung und Aufruf!, in: Die Frauenbewegung. Revue für die Interessen der Frauen, 2. Jg., Nr. 1 v. 01.01.1896, S. 9, online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11796166?page=8,9
Zur Bildung eines neuen Vereins für Gymnasialzwecke der Frauen, in: Coburger Zeitung nebst Regierungs-Blatt für das Herzogthum Coburg, 37. Jg. Nr. 6 v. 08.01.1896, S. 3, online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb00001134?page=22,23
Katheder-Gärtnerinnen, in: Möller´s Deutsche Gärtner-Zeitung, 11. Jg. Nr. 7 v. 01.03.1896, S. 81f., online: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:83-goobi-2390139
Die Gärtnerei als Erwerbszweig für gebildete Damen, in: Möller´s Deutsche Gärtner-Zeitung, 11. Jg. Nr. 11 v. 01.04.1896, S. 122ff., online: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:83-goobi-2390139
Aufruf, in: Die Frauenbewegung. Revue für die Interessen der Frauen, 2. Jg., Nr. 8 v. 15.04.1896, S. 82, online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11796166?page=82,83
Die erste Gartenbauschule für gebildete Frauen in Deutschland. (Berichtigung des „Aufrufs“ in Nr. 8 dieser Zeitschrift von Anna Blum-Spandau), in: Die Frauenbewegung. Revue für die Interessen der Frauen, 2. Jg., Nr. 10 v. 15.05.1896, S. 101; online: https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb11796166?page=100,101
Gebildete Gärtner-Damen, in: Möller´s Deutsche Gärtner-Zeitung, 11. Jg. Nr. 38 v. 10.12.1896, S. 440f., online: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:83-goobi-2390139
Schneckengrün bei Plauen i. V. in: Die Gartenwelt. Illustriertes Wochenblatt für den gesamten Gartenbau, Jg. 12, Nr. 18 vom 31.1.1903, S. 216, online: https://archive.org/details/diegartenwelt07berl/page/216/mode/2up?view=theater
Allgemeine Deutsche Gärtner-Zeitung und Stellen-Anzeiger für Gärtner, hrsg. vom Hauptvorstand Allgem. Deutscher Gärtner-Verein, 13. Jg, Nr. 8 vom 21.02.1903, S. 6, online: http://www.library.fes.de/gewerkzs/gaertnerzeitung/1903/pdf, zuletzt eingesehen am 01.11.2023
Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Teil B (1915; 1917; 1928; 1929; 1935; 1939)
Grieser, Susanne: Die Obst- und Gartenbauschule für gebildete Frauen in Marienfelde bei Berlin – eine weibliche Bildungseinrichtung zwischen bürgerlicher Frauenemanzipation und Lebensreform, in: Nachrichtenblatt zur Stadt und Regionalsoziologie, 13. Jg. Nr. 2 Juni 1999, S. 92
Schekahn, Anke: „Gesunde, kräftige Naturen“. Die Etablierung des Gärtnerinnenberufes, in: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Heft 39: Jungfern im Grünen. Frauen - Gärten - Natur, Kassel 2001, S. 30-35
Schmalhofer, Claudia: Die Kgl. Kunstgewerbeschule München (1868- 1918). Ihr Einfluss auf die Ausbildung der Zeichenlehrerinnen, München 2005, S. 342, S. 378
Louis, Chantal: Sie machten das Gärtnern zum Beruf. Die Erste Frauenbewegung bahnte den Weg – die Zweite Frauenbewegung gab neue Impulse, in: Emma, Juli/August 2009, S. 86
Archiv Verein für Fraueninteressen: Schriftliche Mitteilung von Albert von Schirnding an den Verein vom 07.02.2022


Anmerkungen

Der Werdegang von Elvira Freiin von Barth-Harmating steht exemplarisch für den Mut vieler Frauen um die Jahrhundertwende, eingefahrene Lebenswege zu verlassen und neue Berufsfelder zu erobern. 
Sie war das jüngste Kind des Gutsbesitzers Ferdinand Freiherr Barth von und zu Harmating und seiner Frau Therese, geb. von Sigritz. Nach dem frühen Tod der Mutter ließ sich der Witwer mit seiner Tochter Elvira in München nieder. Im Wintersemester 1878 begann sie an der Kgl. Kunst-Gewerbe-Schule zu München eine Ausbildung als Zeichenlehrerin und lernte dort schon einige Frauen kennen, die 15 Jahre später auch zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft zur Förderung geistiger Interessen der Frau gehören sollten.
Ihr frauenpolitisches Engagement startete spätestens im Jahr 1891. Sie beteiligte sich nicht nur an der Gründung der Münchener Sektion des Vereins Frauenbildungs-Reform, sondern wurde auch Mitglied im Münchener Künstlerinnen-Verein und im Bayerischen Kunst-Gewerbe-Verein. In der Gesellschaft zur Förderung geistiger Interessen der Frau gehörte sie dem Gründungsvorstand an und wurde 1896 zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Ika Freudenberg urteilte später über Elvira von Barth, dass sie „zum Emporblühen des Vereins in der hervorragendsten Weise“ beigetragen habe. Wie wissen nicht genau, woran sie dieses Urteil festmachte, dürfen aber mit einigem Recht vermuten, dass es Elvira von Barth war, die viele Frauen und Männer aus der Kunstszene mit Anita Augspurg und Sophia Goudstikker bekannt gemacht und damit auch an die Frauenbewegung herangeführt hatte. Die hohe Zahl von Künstlerinnen und Künstlern unter den frühen Mitgliedern machte den Verein einzigartig in der deutschen Frauenbewegung um die Jahrhundertwende.
1896 verließ Elvira von Barth München, um in Sachsen eine Garten- und Obstbauschule für Frauen zu eröffnen. Sie investierte ihr gesamtes Vermögen und geriet mit diesem Vorhaben zwischen verschiedene Fronten. Da waren die beiden Pionierinnen und ersten Gründerinnen von Gartenbauschulen für Frauen, Hedwig Heyl (Schulgründung 1890) und Elvira Castner (Schulgründung 1894) in Berlin. In dem 1896 in der Zeitschrift „Die Frauenbewegung“ ausgetragenen Konflikt zwischen den drei Gründerinnen drehte es sich nur vordergründig um die Frage, wer denn die erste Gartenbauschule für Frauen gegründet habe (vgl. Die Frauenbewegung 2. Jg., z. B. Nr. 10 und 12). In Wirklichkeit ging es wohl nicht zuletzt um eine handfeste Konkurrenz im Werben um Schülerinnen, da nicht viele Eltern bereit oder in der Lage waren, die relativ teure Ausbildung für eine Tochter an einer privaten Gartenbauschule zu finanzieren. Die Situation verschärfte sich dadurch, dass verschiedene Fachzeitschriften für Gartenbau regelrechte Kampagnen gegen eine gärtnerische Ausbildung von Frauen starteten. Das Unternehmen von Elvira von Barth konnte diesem Druck nicht lange standhalten. 1901 musste sie ihre Gartenbauschule schließen, dann ging sie auch mit ihrem Nachfolgeunternehmen, einer Champignon-Zuchtanstalt in Konkurs und verlor ihr gesamtes Vermögen.

Spurensuche

Nach 1903 verliert sich zunächst die Spur Elvira von Barths. Das genealogische Taschenbuch der freiherrlichen Häuser nennt lediglich Name und Geburtsdatum und nicht wie üblich auch den Wohnort. Erst 1915 bis 1921 wird jeweils Ascona bei Locarno als Wohnort genannt. Es ist gut möglich, dass sie hier auf oder in der Nähe des Monte Verita lebte, in Nachbarschaft zu vielen anderen Künstlern und Intellektuellen, die vielfach auch aus Bayern und München kamen.
Spätestens seit 1928 lebte sie in Berg am Laim nahe München.
1935 nennt das genealogische Taschenbuch Teisenberg bei Traunstein als Wohnort. Gestorben ist sie in Bad Reichenhall. Todestag und -ort finden sich im Genealogischen Taschenbuch der Freiheitlichen Häuser von 1939, S. 31. Ob Elvira von Barth nach ihrer Rückkehr nach Bayern noch einmal Kontakt zu Frauen aus dem Umfeld des Vereins für Fraueninteressen aufgenommen hat, wissen wir leider nicht.


Letzte Änderung

geändert: 11.12.2023

Wir bitten um folgende Zitierweise:
Eintrag: „Elvira Barth von und zu Harmating“/ID 10, Online-Datenbank „Pionierinnen* der Frauenbewegung in München. Die frühen Mitglieder der Gesellschaft zur Förderung geistiger Interessen der Frau/des Vereins für Fraueninteressen in München“. Verein für Fraueninteressen e.V. München, www.geschichtsatelier-elvira.de
loader-gif